Sonntag, 13. Dezember 2009

More than just a Roadtrip

Die Spanier und ihre Feiertage

Natürlich kann ich am Ende meines Jahres nicht in Spanien gelebt haben ohne durch das Land gereist zu sein. Stellt sich nur die Frage wie und wann man das am besten tut. Für dieses Problem findet man in Spanien eine äußerst einfach Lösung - Feiertage! Sollte dieser unglücklicherweise einmal auf einen Sonntag fallen, so kann man ihn ohne Probleme und schlechtes Gewissen auch auf den darauf folgenden Montag verschieben. Am Montag, dem 30. November 2009 und dem darauf folgenden Donnerstag waren also offizielle Feiertage, was für uns ausgesprochen ideal war, da nun Dienstag, Mittwoch und Freitag als Brückentage fungierten. Noch dazu war am nächsten Dienstag ein weiterer Feiertag, por eso otra puente el lunes :). Wegen dieser Fülle an freien Tagen, konnten Svenja und ich es uns selbstverständlich nicht nehmen lassen, für ein paar Tage den Osten des Landes unsicher zu machen.

Station I: Las Bardenas Reales

Los gings für uns am Freitag, dem 27. Dezember 2009 am späten Nachmittag. Nach einem kurzen Stopp bei unser aller Lieblingssupermarkt (jaja, Lidl gibts auch in Spanien!) ging es ab in die wüstenähnliche Landschaft im Südosten unseres Bundeslandes Navarra. Da Svenja nicht nur mit einem tollen Auto und superhighquality Campingequipment ausgestattet ist, sondern auch noch ein Bett - ja ein Bett - eingebaut hat, das man je nach Bedarf von der Decke herunterlassen und wieder hinaufziehen kann, haben wir die erste Nacht in ebendieser Wüste übernachtet. Nach der doch etwas frostigen ersten Nacht wurden wir dann aber mit dem Blick auf eine mondähnliche Landschaft vollends entschädigt.



Station II: Cap de la Nau

Am nächsten Tag ging es dann nach 13 (!) gemütlichen Stunden Schlaf weiter durch das Land Richtung Küste. Das einzig spannende ab Zaragoza war alle 50 km ein LKW den man dann mit viel Getöse überholen konnte. Dafür gab es dann am Cap de la Nau deutlich mehr zu sehen.
Zwischen Valencia und Alicante sind wir auf ein Stadtviertel für besonders Reiche gestoßen, wo es auch einen mehr oder weniger privaten Strand gab (immerhin gab es eine Hand voll Parkplätze sowie Durchfahrt und Camping verboten Schilder). Dort sind wir dann an der Absperrung vorbei gefahren und haben uns mit dem Superauto 10 m vom Wasser entfernt am Strand aufgestellt, um uns danach ein großartiges Abendessen zu kochen, ein Weinchen zu trinken und das Leben zu genießen. Und nun eine Frage, die insbesondere an meine Münsteraner geht, was kann diese Idylle theoretisch nur stören? Richtig - die Polizei! Als wir gegen halb zwölf schon das Bett zum schlafen gehen aufgebaut hatten, fuhr ein Wagen um die Ecke - la Guardia Civil. Natürlich bin ich ziemlich konditioniert, was solche Situationen angeht, aber die beiden Polizisten hielten nur ein kurzes Schwätzchen mit uns, kontrollierten unsere Ausweise und zogen daraufhin mit einem "macht euch keine Sorgen" wieder glücklich von dannen. Am nächsten Morgen sind wir dann schon ganz früh aufgestanden, weil wir pünktlich zum Brunchen in Alicante sein wollten und wurden dann von diesem Sonnenaufgang begrüßt. Daraufhin haben wir uns sogar noch getraut kurz in das Mittelmeer zu hüpfen, ist aber Ende November schon wirklich ziemlich kalt.



Station III: Alicante

In Valencia angekommen wurden wir nicht nur mit einem großartigen zweiten Frühstück von Svenjas Freundin Kerstin begrüßt, sondern leider auch vom Regen begrüßt. Wahrscheinlich waren wir auch zu der theoretisch ungünstigsten Zeit dort: denn es war Sonntag, über ein langes Wochenende (also niemand da), es regnet und es war November (was einander ja auch irgendwie bedingt). Trotz allem haben wir das beste drauß gemacht und des Weiteren auch festgestellt, dass Alicante nicht an unser schönes Pamplona heran kommt!
Außerdem gibts dort auch jede Menge Austauschstudenten - 1000 Erasmus, 1000 aus dem Rest der Welt - und das jedes Jahr von Neuem. Kerstin hat bedauert, dass es deswegen noch deutlich schwieriger ist mit Einheimischen in Kontakt zu kommen - gerade weil es auch einige Vorurteile gibt, die natürlich ständig reihenweise bestätigt werden.



Mit Kerstin und ihrem Besuch hatten wir dann aber noch die Gelegenheit eine ganz besondere Teteria zu besuchen, denn am Stadtrand von Alicante hat sich jemand besonders viel Mühe gemacht, um ein Haus und das darum liegende Grundstück im marokkanischen Stil herzurichten - einfach wunderschön! Und der Tee erst, da müssen sich die gute Kamille und Pfefferminze ganz schön dahinter verstecken.


Station IV: Valencia

Am Montagmorgen ging es dann weiter nach Valencia, wo wir uns zunächst einmal die Stadt anschauten (im November am Strand zu sein und seine Jacke ausziehen zu können, weil es so warm ist - ist einfach toll!), um danach festzustellen, dass Orangenbäume mit Weihnachtsbeleuchtung gar nicht so schlecht aussehen.



Um 19 Uhr (und wie pünktlich - joder!) trafen wir uns dann mit Javier, den wir über Couchsurfing angeschrieben hatten, um bei ihm ein paar Nächte zu übernachten. Irgendwie hätte es uns schon stutzig machen müssen, dass Svenja ihr Auto in die Tiefgarage seines Wohnhauses stellen konnte, als wir dann aber plötzlich in einer Art Penthouse mit Marmorfußboden standen, staunten wir schon nicht schlecht. Daraufhin bekamen wir Schlüssel und Code für Fahrstuhl und Gebäude und Javier machte sich auf ins Fitnessstudio und danach zu seinen Eltern zum Abendessen. Viel gemacht außer zu kochen und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen, haben wir dann aber nicht - ach außer, na ja ich hab leider kein Foto davon gemacht, aber Svenja hat super in den Kleiderschrank des Gästezimmers gepasst.



Am nächsten Tag gings dann in die "Ciudad de las Artes y Ciencias", eine Stadt inmitten von Valencia - was man nicht alles mit einem trocken gelegten Flussbett machen kann - WOW! Die Bauwerke sind einfach meisterhaft und zum staunen gemacht, designed von niemand geringerem als Santiago Calatrava, der auch den neuen Umsteigebahnhof am Ground Zero in New York gestaltet hat.




Auf dem Gelände gibts es aber nicht nur großartige Bauwerke zu bestaunen, sondern auch der Inhalt kann sich sehen lassen. In dem Hemisferico steckt nämlich ein Kino, wo man nicht auf eine Leinwand vor sich schaut, sondern an die Decke. Außerdem gibt es ein Museum, das es in sich hat. Man kann nämlich lauter physikalische und chemische Experimente machen und dadurch nicht nur Spaß haben, sondern auch noch richtig was lernen!




Zum Mittag ging es dann ab an den Strand um in einem der zahlreichen Restaurants eine authentische Paella Valenciana zu essen, denn was die meisten nicht wissen ist, dass die Paella gar kein gesamtspanischen Gericht ist, sondern aus Valencia stammt.


Am Abend sind wir dann mit Javier noch durch die Altstadt gezogen, haben jede Menge probiert und gegessen (selbst ich hab mich an Meeresfrüchten probiert und bin jetzt ein Fan von Muscheln!) und sind dann noch zu einer Flamencoshow der besonderen Art gegangen, einfach nur großartig - spanische Kultur pur. Außerdem haben wir an diesem Abend noch einige seiner Freunde kennen gelernt, die auch gern noch ihr Deutsch an uns ausprobiert haben.






Fertig aber glücklich sind wir in dieser Nacht dann ins Bett und haben am nächsten Tag noch eine kleine Stadttour gemacht. Der Mercado Central ist ein Paradies für jeden, der gern Lebensmittel und andere Leckereien einkauft und außerdem gibt es noch ein ganz typisch valencianisches Getränk namens "Horchata", das in der Herstellung so ähnlich wie Sojamilch gemacht wird, nur dass anstatt der Bohnen Erdmandeln verwendet werden. Dazu kommt dann noch jede Menge Zucker und fertig ist der Sommerdrink! Diese Bezeichnung kann sich auch Anfang Dezember durchaus sehen lassen.





Nach der einer abschließenden kleinen Stadttour sind wir beide dann wieder Richtung Norden losgedüst.

Montag, 19. Oktober 2009

Weil's so schön war

Fast hätte ich noch vergessen etwas ganz wichtiges zu erzählen, dass mir in Zaragoza passiert ist. Dazu muss ich aber wohl noch etwas ausholen:
Zu Beginn meines Aufenthaltes in Pamplona habe ich schon James kennen gelernt. Er ist zusammen mit Rachel zur Schule gegangen, also das Mädel, an welches ich mein Zimmer in Münster untervermietet habe. Soweit so gut, die Welt ist eben ein Dorf, damit kann man leben, aber lest weiter:

In Zaragoza sind wir wieder mit britischen Studenten ausgegangen, die neben dem normalen Erasmusleben auch noch Englischlehrer sind (que guay - wär hier auch gern Deutschlehrer!). Eines der Mädels sprach auch gut Deutsch, da sie für ein halbes Jahr Sprachassistentin in Deutschland war. Aber wo war sie wohl? In einem kleinen Städtchen in Baden-Würtemberg, im hohen Norden, in einer Großstadt? NEIN! In Dessau und zwar an der Berufsschule Hugo Junkers und eine Freundin von ihr war am Walter-Gropius-Gymnasium. Leider war das alles 2007 und ich dachte schon, dass es diese Sprachassistentengeschichte bei uns gar nicht gäbe, aber jetzt muss ich nur neidisch auf die Jüngeren sein. Ich muss sagen, bei allen Zufällen ist das schon ganz schön gruselig, aber ich musste sie gleich ganz doll umarmen, obwohl wir uns gerade mal eine halbe Stunde kannten und als sie dann von Rathaus-Center und Cup&Cino sprach, ging mir echt das Herz auf.

Da ich mich jetzt so schön vom Rest meiner Hausaufgaben habe ablenken lassen, mache ich jetzt Feierabend!

Montag, 12. Oktober 2009

Vom Überwinden der (Schreib-)Faulheit

Nun bin ich nach viel zu langer Zeit endlich wieder da. Vielen Dank an alle, die mich in der letzten Zeit unabhängig voneinander aber stets daran erinnert haben, dass ich ganz schön faul bin!

Mittlerweile kann man sagen, dass ich mich schon richtig gut eingelebt habe, was wohl auch der Grund dafür ist, dass ich wieder in alte Verhaltensmuster zurückgefallen bin: nämlich faul sein, zumindest was das Schreiben angeht :). Aber wir können es ja auch ganz einfach so halten: No news, are good news!

Tour durch Navarra

Letztens konnten mir an einer durch die Universität organisierten durch das Bundesland Navarra teilnehmen. Dabei sind wir auch bei einer Höhle gelandet, die bei mir das Gefühl erzeugt hat defintiv nicht mehr in Spanien zu sein, da die ganze Vegetation drumherum so sehr nord- bzw. mitteleuropäisch anmutet.


Pamplona



Mitbewohner

Wir beide hatten bis vor kurzem ja noch ein Zimmer in unserer großartigen WG frei und haben es dann an eine weitere Spanierin vergeben, die BWL studieren wollte. Carla ist auch super nett, nur hab ich deutlich den Unterschied zwischen den verschieden Dialekten und Aussprachen feststellen müssen, denn mit Leire machen Unterhaltungen auch trotz meines Sprachniveaus richtig Spaß, gerade weil ich auch ständig Erfolgserlebnisse und das Gefühl habe voran zu kommen. Bei ihr war das dann schon schwieriger, aber durch das ständige Nachfragen hat auch sie dazu gelernt, hatte ich zumindest das Gefühl ;). Aber warum spreche ich in der Vergangenheit? Carla hat sich nach nur einer Woche dazu entschlossen ihr Studium hinzuschmeißen, wieder bei ihren Eltern einzuziehen und sich Arbeit zu suchen. Was natürlich bedeutet, dass wir uns wieder jemand neues suchen müssen, was sich aber angesichts der Tatsache, dass das Semester hier schon eine ganze Weile läuft nicht als allzu einfach darstellt. Drückt uns doch bitte einfach in einer freien Minute die Daumen!
Edit: An alle meine Juris: Carla meinte dann noch, da sie ja nichts unterschrieben hätte (so wie wir alle drei übrigens nicht), könnte sie ja auch jederzeit ausziehen wann sie wolle, aber auf die Diskussion wollte ich mich dann, trotz großer Lust, nicht einlassen.

Spanglish

Konversationen hier in Spanien stellen für mich übrigens eine neue Herausforderung dar, denn neben den Versuchen natürlich so viel wie möglich Spanisch zu sprechen (was natürlich schon aus Praktikabilitätsgründen nicht immer durchzuhalten ist - Wer mag schon langsame Unterhaltungen?) kommt auch das Training für mein gutes Oxford English nicht zu kurz. Ab uns zu kommt dabei aber auch ein netter Sprachenmix heraus und wenn dazu mein Gehirn auch noch meint ein bißchen Deutsch einzumischen, ist alles verloren - nein ;), aber ich hoffe, dass dies meine grauen Zellen auch neben Jura gut trainiert.

Busse

Wer mich kennt, weiß sicherlich, dass man meine Beziehung zu öffentlichen Verkehrsmitteln (im Speziellen zu Bussen) bestimmt nicht als große Liebe bezeichnet werden kann, aber schon nach wenigen Tagen in Pamplona stellte ich fest, dass es urplötzlich auf der Straße nach Tütensuppenaroma roch (und ich LIEBE Tütensuppen!) und nach mehreren Versuchen feststellen musste, dass die Stadtbusse hier tatsächlich mit Biodiesel betrieben werden, was den mir so bekannten Geruch erzeugt. Schlüsse zur Qualität beider Produkte kann jetzt jeder für sich selbst ziehen.

Kochen

Auch im wundervollen Pamplona pflege ich weiterhin zu kochen. Mitte der Woche hatten wir die Bude zum Paella kochen rappelvoll. Ich freu mich schon, wenn ich euch alle zu Weihnachten und Neujahr mal ganz spanisch bekochen darf, dabei dürfen natürlich Paella und spanische Tortillas nicht fehlen :). (Das könnt ihr jetzt übrigens als Versprechen verstehen und habt es obendrein noch schriftlich!)

Zaragoza y las Hamburguesas

Bin gerade wieder aus Zaragoza zurück. Svenja war so lieb ihr Auto zur Verfügung zu stellen und außerdem konnten wir bei einer Freundin von James übernachten - que guay! Fiesta del Pilar stand auf dem Programm und man muss echt sagen, die Spanier wissen zu feiern und wir mitten drin. Was aber für meine Wenigkeit als Leckermäulchen durchaus auch interessant sein kann ist natürlich das Essen! Als wir gegen 6 Uhr morgens noch Hunger verspürten, haben wir tatsächlich noch ein kleines Bistrocafe gefunden, dass wirklich den besten Hamburger serviert hat, den ich je gegessen habe, denn neben den Standardzutaten gabs auch noch eine Mischung aus Spiegel- und Rührei oben drauf, mag eklig klingen, ist aber mehr als nur großartig. Wie man merkt, auch meine Liebe zu Spanien geht durch den Magen!

Zu dumm nur, dass ausgerechnet in Zaragoza der Akku meiner Kamera den Geist aufgeben musste :(.

Dienstag, 15. September 2009

Yo te quiero con limón y sal

Frankreich - Biaritz

Am Sonntag gings fuer unsere Truppe ueber die Grenze ins schoene Frankreich. Waehrend ihr euch zu Hause in dicke Decken eingemummelt oder unter Schirmen verkrochen habt, waren wir am Strand und haben im Atlantik gebadet! Darueber hinaus muss ich einfach zugeben, dass die Franzosen definitiv die besten Croissants der Welt machen, da kann sich der Billigbaecker um die Ecke eine Scheibe von abschneiden.

Das Gefuehl am Strand zu sein, unterschied sich allerdings deutlich von dem eines normalen Urlaubs, denn zu wissen, dass man ganz in der Naehe wohnt und jederzeit zurueck kommen kann, hat mir ein starkes Gefuehl der Freiheit vermittelt. Man koennte es mit dem Gefuehl vergleichen, dass wir wahrscheinlich alle hatten, als wir das erste Mal unseren Fuehrerschein in den Haenden hielten. Ich stelle fest, wie schnell Pamplona und die Region zur Heimat werden.





La vida

Gestern gings dann zum ersten wirklichen Haertetest an der Uni - der Spanischtest, der feststellen sollte, auf welchem Niveau wir sind, damit wir in verschiedene Gruppen eingeteilt werden konnten. Bin dann schliesslich im B1 Kurs gelandet, was fuer ein halbes Jahr Spanisch sicherlich ganz ordentlich ist :).

Zum Thema Einkaufen lasse ich am besten Bilder sprechen:




Zu carotypischen Handlungen habe ich, nachdem im Bus mein Fluessigwaschmittel heruntergefallen und zerplatzt ist, nichts hinzuzufuegen.


Fotos

Leider habe ich vergessen neue Fotos von der Wohnung zu machen, allerdings werde ich in Zukunft regelmaessig Bilder posten, wenn mich bestimmte Dinge an euch erinnert haben. Ich werde sie dann mehr oder weniger unkommentiert lassen, also fuehlt euch einfach angesprochen ;).

Una plaza en Biaritz

Sporthalle meiner Uni (Love at first sight!)

Samstag, 12. September 2009

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzaehlen!

Der Flug

Am Donnerstag Morgen ging es fuer Daniel und mich ziemlich frueh los (gegen Viertel vor 4) und da ich mich kurzfristig noch dazu entschlossen hatte, eine gewisse Panik zu entwickeln, fiel das gemuetliche Fruehstueck aus und wurde ins Auto verlegt. Bald sollte sich allerdings herausstellen, dass diese nicht unbegruendet war, denn am Duesseldorfer Flughafen wurde zum ersten Mal mein Gepaeck gewogen (selbst das Handgepaeck, das normalerweise nie gewogen wird), aber ich hatte es natuerlich als erster Mensch auf diesem Planeten geschafft, mich besonders dumm anzustellen, sodass insgesamt knapp 15 Kilo Uebergepaeck festgestellt wurden - Mierda!
Dieser Umstand fuehrte dazu, dass ich nun stolzer Besitzer einer air berlin Kundenkarte bin, immerhin kann ich jetzt bei jedem Flug 10 kg und Sportgepaeck mehr mitnehmen.

In Barcelona war es dann deutlich unkomplizierter, eine kurze Entschuldigung auf Spanisch genuegte und ich musste nichts dazu bezahlen :).
Da ich hier einen ziemlich langen Aufenthalt hatte, konnte ich es mir natuerlich nicht entgehen lassen in einem typisch spanischen Restaurant zu dinieren. Ausserdem gibt es in Terminal 1 einen Aussenbereich fuer Raucher, der so schoen ist, dass man glatt mit dem Rauchen beginnen koennte ;).



In Bilbao angekommen, ging es dann mit dem Bus weiter nach Pamplona und zu Fuss zur Wohnung. Das Wetter war viel zu schoen um nach drinnen zu gehen, aber dazu war ich einfach zu neugierig auf die Wohnung.

El piso

Die Wohung ist einfach super, bestimmt 100 qm gross. Ausserdem hat mein Zimmer einen Suedbalkon, man muss sich also einfach wohl fuehlen! Im Moment suchen wir noch eine dritte Person, aber das sollte wohl auf Dauer kein Problem werden. Wenn es nicht Leires Freundin wird, dann bestimmt ein anderer Austauschstudent/in :). Weitere Bilder stelle ich morgen online, denn leider ist der Akku meiner Kamera jetzt leer und ohne die gehts leider nicht.

Der erste Tag

Gestern gab es dann eine Einfuehrungsveranstaltung fuer alle Studenten, die naechste Woche den Spanisch Intensivkurs belegen. Die Uni ist unglaublich gut organisiert und wir wurden mit offenen Armen empfangen. Was daneben fuer mich natuerlich besonders wichtig ist, ist das Essen. Fuer 4,95 € gab es einen Salat, ein Getraenk, einmal Paella (mjamm!), einmal Obst oder Joghurt und ein Broetchen. Man kann es sich kaum vorstellen, aber da bin selbst ich mehr als satt geworden :).

Danach ging es weiter zu Fuss in die Stadt. Bisher ist fast alles bequem zu erreichen, obwohl Pamplona zunaechst sehr gross und maechtig wirkt (und das bei weniger Einwohnern als Muenster!). Alle (Austausch)Studenten gehen sehr offen miteinander um. Jeder versucht so viele Leute wie moeglich kennen zu lernen, was natuerlich auch zu einigen Namens- und Wiedererkennungsschwierigkeiten fuehren kann ;).

Sprachschwierigkeiten gibt es hier kaum, denn wenn man mit Spanisch nicht weiter kommt, kann man einfach auf Englisch umschwenken und man wird sofort verstanden. Darueber hinaus gibt es hier viele deutsche Studenten: dazu hatten wir noch eine nette Diskussion mit zwei Amerikanern, die am Abend meinten von Deutschen umzingelt zu sein ;). Wer uebrigens dachte, die US-amerikanische Lebensmittelindustrie bringe die skurrilsten Dinge auf den Markt, der taeuscht sich, zumindest nach der Meinung eines US-Studenten, gewaltig. Als wir am Abend alle zusammen ausgegangen waren, erzaehlte ich ihm, dass ich mein Bier lieber gemischt mit Cola trinken wuerde. Diese Idee fand Deron mehr als ekelhaft (leider konnte ich kein Foto von ihm in diesem Moment machen, denn meine Kamera lag zu Hause). Nachdem ich ihn aber davon ueberzeugt hatte, dass man nur ueber Dinge laestern koenne, die man auch selbst probiert hat, trank er einen Schluck und war mehr als begeistert. Was dazu fuehrte, dass er den Rest des Abends nichts Besseres zu tun hatte, als mit seinem Glas Colabier durch den ganzen! Club zu laufen und jedem Nicht-Deutschen etwas anzubieten. Ich muss ja immer wieder zugeben, dass mir Menschen besonders sympatisch sind, die sich auch ueber kleine Dinge freuen koennen. Ausserdem scheinen die kulturellen Unterschiede zwischen West-Europa und den USA noch deutlich groesser zu sein, als ich bisher annahm. Ist unsere "Bubble", also unsere imaginaere Schutzzone, wirklich deutlich groesser? Zumindest zeichnen sich in der Praxis deutliche Unterschiede zwischen ersten Kennenlernen und dem weiteren Verlauf des Gespraeches ab.

An diesem Abend waren wir noch ewig unterwegs und die Muedigkeit scheint einem erst auf dem Fussweg nach Hause bewusst zu werden :).
Memo an mich selbst: Auch in Spanien wird es Mitte September nachts ziemlich frisch.

Soon to come

Mein erster Einkauf im Supermarkt (der defintiv einen Blogeintrag wert ist) und unser Ausflug nach Frankreich.