Der FlugAm Donnerstag Morgen ging es fuer Daniel und mich ziemlich frueh los (gegen Viertel vor 4) und da ich mich kurzfristig noch dazu entschlossen hatte, eine gewisse Panik zu entwickeln, fiel das gemuetliche Fruehstueck aus und wurde ins Auto verlegt. Bald sollte sich allerdings herausstellen, dass diese nicht unbegruendet war, denn am Duesseldorfer Flughafen wurde zum ersten Mal mein Gepaeck gewogen (selbst das Handgepaeck, das normalerweise nie gewogen wird), aber ich hatte es natuerlich als erster Mensch auf diesem Planeten geschafft, mich besonders dumm anzustellen, sodass insgesamt knapp 15 Kilo Uebergepaeck festgestellt wurden - Mierda!
Dieser Umstand fuehrte dazu, dass ich nun stolzer Besitzer einer air berlin Kundenkarte bin, immerhin kann ich jetzt bei jedem Flug 10 kg und Sportgepaeck mehr mitnehmen.
In Barcelona war es dann deutlich unkomplizierter, eine kurze Entschuldigung auf Spanisch genuegte und ich musste nichts dazu bezahlen :).
Da ich hier einen ziemlich langen Aufenthalt hatte, konnte ich es mir natuerlich nicht entgehen lassen in einem typisch spanischen Restaurant zu dinieren. Ausserdem gibt es in Terminal 1 einen Aussenbereich fuer Raucher, der so schoen ist, dass man glatt mit dem Rauchen beginnen koennte ;).


In Bilbao angekommen, ging es dann mit dem Bus weiter nach Pamplona und zu Fuss zur Wohnung. Das Wetter war viel zu schoen um nach drinnen zu gehen, aber dazu war ich einfach zu neugierig auf die Wohnung.
El pisoDie Wohung ist einfach super, bestimmt 100 qm gross. Ausserdem hat mein Zimmer einen Suedbalkon, man muss sich also einfach wohl fuehlen! Im Moment suchen wir noch eine dritte Person, aber das sollte wohl auf Dauer kein Problem werden. Wenn es nicht Leires Freundin wird, dann bestimmt ein anderer Austauschstudent/in :). Weitere Bilder stelle ich morgen online, denn leider ist der Akku meiner Kamera jetzt leer und ohne die gehts leider nicht.
Der erste TagGestern gab es dann eine Einfuehrungsveranstaltung fuer alle Studenten, die naechste Woche den Spanisch Intensivkurs belegen. Die Uni ist unglaublich gut organisiert und wir wurden mit offenen Armen empfangen. Was daneben fuer mich natuerlich besonders wichtig ist, ist das Essen. Fuer 4,95 € gab es einen Salat, ein Getraenk, einmal Paella (mjamm!), einmal Obst oder Joghurt und ein Broetchen. Man kann es sich kaum vorstellen, aber da bin selbst ich mehr als satt geworden :).
Danach ging es weiter zu Fuss in die Stadt. Bisher ist fast alles bequem zu erreichen, obwohl Pamplona zunaechst sehr gross und maechtig wirkt (und das bei weniger Einwohnern als Muenster!). Alle (Austausch)Studenten gehen sehr offen miteinander um. Jeder versucht so viele Leute wie moeglich kennen zu lernen, was natuerlich auch zu einigen Namens- und Wiedererkennungsschwierigkeiten fuehren kann ;).
Sprachschwierigkeiten gibt es hier kaum, denn wenn man mit Spanisch nicht weiter kommt, kann man einfach auf Englisch umschwenken und man wird sofort verstanden. Darueber hinaus gibt es hier viele deutsche Studenten: dazu hatten wir noch eine nette Diskussion mit zwei Amerikanern, die am Abend meinten von Deutschen umzingelt zu sein ;). Wer uebrigens dachte, die US-amerikanische Lebensmittelindustrie bringe die skurrilsten Dinge auf den Markt, der taeuscht sich, zumindest nach der Meinung eines US-Studenten, gewaltig. Als wir am Abend alle zusammen ausgegangen waren, erzaehlte ich ihm, dass ich mein Bier lieber gemischt mit Cola trinken wuerde. Diese Idee fand Deron mehr als ekelhaft (leider konnte ich kein Foto von ihm in diesem Moment machen, denn meine Kamera lag zu Hause). Nachdem ich ihn aber davon ueberzeugt hatte, dass man nur ueber Dinge laestern koenne, die man auch selbst probiert hat, trank er einen Schluck und war mehr als begeistert. Was dazu fuehrte, dass er den Rest des Abends nichts Besseres zu tun hatte, als mit seinem Glas Colabier durch den ganzen! Club zu laufen und jedem Nicht-Deutschen etwas anzubieten. Ich muss ja immer wieder zugeben, dass mir Menschen besonders sympatisch sind, die sich auch ueber kleine Dinge freuen koennen. Ausserdem scheinen die kulturellen Unterschiede zwischen West-Europa und den USA noch deutlich groesser zu sein, als ich bisher annahm. Ist unsere "Bubble", also unsere imaginaere Schutzzone, wirklich deutlich groesser? Zumindest zeichnen sich in der Praxis deutliche Unterschiede zwischen ersten Kennenlernen und dem weiteren Verlauf des Gespraeches ab.
An diesem Abend waren wir noch ewig unterwegs und die Muedigkeit scheint einem erst auf dem Fussweg nach Hause bewusst zu werden :).
Memo an mich selbst: Auch in Spanien wird es Mitte September nachts ziemlich frisch.
Soon to comeMein erster Einkauf im Supermarkt (der defintiv einen Blogeintrag wert ist) und unser Ausflug nach Frankreich.