Montag, 12. Oktober 2009

Vom Überwinden der (Schreib-)Faulheit

Nun bin ich nach viel zu langer Zeit endlich wieder da. Vielen Dank an alle, die mich in der letzten Zeit unabhängig voneinander aber stets daran erinnert haben, dass ich ganz schön faul bin!

Mittlerweile kann man sagen, dass ich mich schon richtig gut eingelebt habe, was wohl auch der Grund dafür ist, dass ich wieder in alte Verhaltensmuster zurückgefallen bin: nämlich faul sein, zumindest was das Schreiben angeht :). Aber wir können es ja auch ganz einfach so halten: No news, are good news!

Tour durch Navarra

Letztens konnten mir an einer durch die Universität organisierten durch das Bundesland Navarra teilnehmen. Dabei sind wir auch bei einer Höhle gelandet, die bei mir das Gefühl erzeugt hat defintiv nicht mehr in Spanien zu sein, da die ganze Vegetation drumherum so sehr nord- bzw. mitteleuropäisch anmutet.


Pamplona



Mitbewohner

Wir beide hatten bis vor kurzem ja noch ein Zimmer in unserer großartigen WG frei und haben es dann an eine weitere Spanierin vergeben, die BWL studieren wollte. Carla ist auch super nett, nur hab ich deutlich den Unterschied zwischen den verschieden Dialekten und Aussprachen feststellen müssen, denn mit Leire machen Unterhaltungen auch trotz meines Sprachniveaus richtig Spaß, gerade weil ich auch ständig Erfolgserlebnisse und das Gefühl habe voran zu kommen. Bei ihr war das dann schon schwieriger, aber durch das ständige Nachfragen hat auch sie dazu gelernt, hatte ich zumindest das Gefühl ;). Aber warum spreche ich in der Vergangenheit? Carla hat sich nach nur einer Woche dazu entschlossen ihr Studium hinzuschmeißen, wieder bei ihren Eltern einzuziehen und sich Arbeit zu suchen. Was natürlich bedeutet, dass wir uns wieder jemand neues suchen müssen, was sich aber angesichts der Tatsache, dass das Semester hier schon eine ganze Weile läuft nicht als allzu einfach darstellt. Drückt uns doch bitte einfach in einer freien Minute die Daumen!
Edit: An alle meine Juris: Carla meinte dann noch, da sie ja nichts unterschrieben hätte (so wie wir alle drei übrigens nicht), könnte sie ja auch jederzeit ausziehen wann sie wolle, aber auf die Diskussion wollte ich mich dann, trotz großer Lust, nicht einlassen.

Spanglish

Konversationen hier in Spanien stellen für mich übrigens eine neue Herausforderung dar, denn neben den Versuchen natürlich so viel wie möglich Spanisch zu sprechen (was natürlich schon aus Praktikabilitätsgründen nicht immer durchzuhalten ist - Wer mag schon langsame Unterhaltungen?) kommt auch das Training für mein gutes Oxford English nicht zu kurz. Ab uns zu kommt dabei aber auch ein netter Sprachenmix heraus und wenn dazu mein Gehirn auch noch meint ein bißchen Deutsch einzumischen, ist alles verloren - nein ;), aber ich hoffe, dass dies meine grauen Zellen auch neben Jura gut trainiert.

Busse

Wer mich kennt, weiß sicherlich, dass man meine Beziehung zu öffentlichen Verkehrsmitteln (im Speziellen zu Bussen) bestimmt nicht als große Liebe bezeichnet werden kann, aber schon nach wenigen Tagen in Pamplona stellte ich fest, dass es urplötzlich auf der Straße nach Tütensuppenaroma roch (und ich LIEBE Tütensuppen!) und nach mehreren Versuchen feststellen musste, dass die Stadtbusse hier tatsächlich mit Biodiesel betrieben werden, was den mir so bekannten Geruch erzeugt. Schlüsse zur Qualität beider Produkte kann jetzt jeder für sich selbst ziehen.

Kochen

Auch im wundervollen Pamplona pflege ich weiterhin zu kochen. Mitte der Woche hatten wir die Bude zum Paella kochen rappelvoll. Ich freu mich schon, wenn ich euch alle zu Weihnachten und Neujahr mal ganz spanisch bekochen darf, dabei dürfen natürlich Paella und spanische Tortillas nicht fehlen :). (Das könnt ihr jetzt übrigens als Versprechen verstehen und habt es obendrein noch schriftlich!)

Zaragoza y las Hamburguesas

Bin gerade wieder aus Zaragoza zurück. Svenja war so lieb ihr Auto zur Verfügung zu stellen und außerdem konnten wir bei einer Freundin von James übernachten - que guay! Fiesta del Pilar stand auf dem Programm und man muss echt sagen, die Spanier wissen zu feiern und wir mitten drin. Was aber für meine Wenigkeit als Leckermäulchen durchaus auch interessant sein kann ist natürlich das Essen! Als wir gegen 6 Uhr morgens noch Hunger verspürten, haben wir tatsächlich noch ein kleines Bistrocafe gefunden, dass wirklich den besten Hamburger serviert hat, den ich je gegessen habe, denn neben den Standardzutaten gabs auch noch eine Mischung aus Spiegel- und Rührei oben drauf, mag eklig klingen, ist aber mehr als nur großartig. Wie man merkt, auch meine Liebe zu Spanien geht durch den Magen!

Zu dumm nur, dass ausgerechnet in Zaragoza der Akku meiner Kamera den Geist aufgeben musste :(.

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